Fotografie einer Papierarbeit mit 54 Papieren übereinanderliegend

Susanne Roth — Ich seh's am Glanze

Die Fürther Künstlerin Susanne Roth ist bekannt für ihre subtilen, reduzierten Papierarbeiten. Die Verwendung von gefundenen Gebrauchspapieren, die Spuren ihrer langen Lagerung tragen, gehört zu den Spezifika innerhalb des Werkes. Bei Susanne Roth werden sie zum Trägermaterial für sensible Setzungen mittels Farbe, Stift und Collage aber auch für präzise Eingriffe in die Oberfläche des Trägers durch Falten, Kratzen, Ritzen oder Schaben.

Diese sowohl behutsamen also auch heftigen Setzungen sind gleichermaßen vom Material sowie dessen Eigenleben inspiriert. Für den künstlerischen Schaffensprozess sind auch Erfahrungen prägend, die die Künstlerin in der Begegnung mit der Natur oder Kultur in Form von literarischen und musikalischen Werken sammelt. 
Susanne Roth arbeitet oft in Serien von bis zu 30 Blättern: Hierbei erweist sich die wiederholende Linienführung oder Kratzbewegung als meditativer Akt und als ein zeitlich gedehnter Dialog mit dem Material. Ihre Arbeiten werden so zum Speicher elementarer Erfahrungen von Zeit, Beharrlichkeit und Kontemplation. Sie zeigen darüber hinaus die große Kunst der Reduktion und offenbaren Tiefe im Umgang mit Linie, Farbe und Oberfläche. Susanne Roths Arbeiten laden zu intensiver Betrachtung ein – auch deshalb, weil ihnen die Konzentration und das Sich-Zeit-Lassen unmittelbar eingeschrieben sind.

Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Fürth 2024 widmet ihr die kunst galerie fürth eine Einzelausstellung. Zu sehen ist eine Auswahl aus unterschiedlichen Serien, die in den letzten Jahren bis heute entstanden sind. Für die Ausstellung entsteht eine neue Arbeit, die die Künstlerin aus eigens hierfür produzierten Papieren fertigt. Metallisch glänzende Partien, sternförmig angeordnet, bilden dabei den Blickfang und weisen auf den Titel der Ausstellung “Ich seh’s am Glanze”.

Zur Künstlerin

Ausstellungsdauer

17. Mai bis 6. Juli 2025
Eröffnung: Freitag 16. Mai 2025, 19 Uhr


Wir danken für die großzügige Unterstützung durch KochInvest und Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG sowie dem Förderkreis der kunst galerie fürth

Wir danken g.a.s. unternehmenskommunikation für die Unterstützung bei der Produktion der Papiere für Susanne Roths Arbeit “Ohne Titel” (2025, 54 Papiere übereinander liegend, Ø 104 cm).