Fassade der Kunstgalerie mit vertikalen Fenstern und dem Schriftzug 'Meer'

Display No.5: Oliver Boberg — Meer

Im Zuge der im Lockdown 2020 entstandenen Reihe Display wurde die Fensterfront der Städtischen Galerie aktiviert. In loser Folge laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, diesen von außen einsehbaren und vom Innenraum unabhängigen Bereich zu bespielen. 

Der Fürther Künstler Oliver Boberg bespielt ab 22. Juli das Display der kunst galerie fürth. Er wählt für diese Raumsituation, die sich in der Fensterfront der Galerie bewusst an die Vorbeigehenden und -fahrenden richtet, eine Arbeit aus seiner Serie der “Wort-Orte”, die seit 2018 entsteht. Für diese beschreibt der Künstler eine weiße Fläche mit einem einzigen Begriff, gut lesbar, mittig platziert, geschrieben in Helvetica. “Meer” ist hier zu lesen, während man sich weit weg von diesem mitten im Herzen Fürths befindet.

Für Boberg suggerieren die Textbilder einen Ort, den man nur in der eigenen Vorstellung sieht, ausgelöst durch einen einzelnen Begriff. Die Serie spielt mit dem zentralen Gedanken von Bobergs künstlerischer Arbeit: der subjektiven Konstruktion von Wirklichkeit. Hier stellt der Künstler uns das Meer vor Augen. Denn an der vielbefahrenen Straße, an der die kunst galerie fürth liegt, könnte uns ein wenig Urlaubsvision ganz guttun. Statt der Sicht auf ein Seestück, wie es die Kunstgeschichte als eigene Bildgattung kennt, sind wir herausgefordert, unser eigenes Bild im Kopf zu malen. Stört es uns, dass diese Freiheit versprechende Vision scheinbar hinter dem Gitter der Fensterunterteilung verschwindet? 

Zum Künstler

Ausstellungsdauer

bis 14.11.2022 
 


Wir danken für die großzügige Unterstützung durch KochInvest und Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG sowie dem Förderkreis der kunst galerie fürth

Wir danken g.a.s. unternehmenskommunikation für die Unterstützung bei der Produktion der Papiere für Susanne Roths Arbeit “Ohne Titel” (2025, 54 Papiere übereinander liegend, Ø 104 cm).