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Kasia und Olaf Prusik-Lutz – I want to believe
In ihrer Ausstellung “I want to believe” entführen Kasia und Olaf Prusik-Lutz in die Welt des Unwahrscheinlichen. Aliens, Geister, Fremde und Science Fiction, aber auch irdische Träume, Sehnsüchte und kindliche Vorstellungen bilden den Ausgangspunkt für die Bilder, Zeichnungen und Videos, die eigens für die Präsentation in Fürth entstanden sind.
In ihren Arbeiten greifen sie das Naheliegende, sie stetig Umgebende auf und machen sich selbst zu Figuren ihrer Kunst. Ihr oftmals kooperativ angelegtes Schaffen kreist immer auch um die Frage nach der Gleichzeitigkeit verschiedener Identitäten, jene als Künstler, Musiker, Kuratorin, Eltern, Ernährende. Die Kunst wird zum Feld, in dem sich Kasia und Olaf Prusik-Lutz mit den Bedingungen des Familien- und Künstlerdaseins auseinandersetzen. Unverstellt und mit feinen ironischen Brechungen umkreisen sie die eigenen Lebensumstände, um sie in bisweilen absurde Bilderzählungen zu überführen und sie dem Alltäglichen oder auch dem Wahrscheinlichen zu entheben: Die Kinder im bedrohlichen Lichtstrahl eines Ufos oder geisterhaft gehüllt in einen übergroßen Pullover, der zugleich als Versteck taugt. Ein Video zeigt die Künstlerin an einer Töpferscheibe, an der sie eine unsichtbare Schale hochzieht. Immer schwingt etwas Unerklärliches mit. Das Physische gerät ins Wanken. Sichtbares wird verborgen. Außerirdische treten auf den Plan.
Was kann, soll, muss man glauben? Können Träume wahrwerden und die elementaren Dinge gelingen? Im Chaos von Anspruch und Realität verknüpft Kasia und Olaf Prusik-Lutz die verschiedenen Aspekte des Mysteriösen, der Geister, der Sehnsüchte und des Realen. Der Titel spielt auf die Serie “Akte X” an, in der die Hauptfigur beharrlich an das Unwahrscheinliche glaubt.
Für die Ausstellung entstanden neben einer neuen Videoarbeit und einer über zehn Meter langen Zeichnung in Form eines Drehbilds auch eine neue Serie monumentaler Leinwandbilder, in denen uns die Figuren buchstäblich in unglaublicher Größe begegnen.
Zur Künstlerin / Zum Künstler
Kasia Prusik-Lutz (*1984 in Krakau) arbeitet unter anderem auch im Bereich Illustration und Grafik, seit 2016 ist sie Kuratorin des Krakauer Haus, Nürnberg.
Olaf Prusik-Lutz (*1981 in Nürnberg) arbeitet unter anderem auch als Pädagoge, Kunsttherapeut und Musiker.
Beide studierten Malerei an der Akademie der Schönen Künste in Krakau und an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. 2021 initiierten sie die Nürnberger Galerie im öffentlichen Raum “Modulgalerie – Kunst im Fach”, die sie gemeinsam kuratieren.
Kasia und Olaf Prusik-Lutz / Atelier 2, 2025, Foto/© prusik-lutz.com
Ausstellungsdauer
18. Oktober bis 21. Dezember 2025
Eröffnung: Freitag 17. Oktober 2025, 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Benedikt Döhla, Referent für Soziales, Jugend und Kultur
Einführung: Natalie de Ligt, Leiterin kunst galerie fürth
Wir danken für die großzügige Unterstützung durch KochInvest und Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG sowie dem Förderkreis der kunst galerie fürth.