Fassade der kunst galerie fürth mit großen Fenstern, in denen Bilder von zwei Personen und Landschaften zu sehen sind, davor unscharfe Person auf rotem Motorroller

Display No.9: Jochen Pankrath — vierzehn

Für die Reihe "Display" haben wir die Fensterfront aktiviert. Sie bietet eine zusätzliche Plattform für künstlerische Präsentationen. In loser Folge laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, diesen von außen einsehbaren und vom Innenraum unabhängigen Bereich zu bespielen.

Figur und Landschaft sind die Themen, mit denen sich der Fürther Maler Jochen Pankrath immer wieder auseinandersetzt. Gleichzeitig kreisen seine Gemälde um die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Malerei. Dieses reflexive Moment durchzieht nahezu sein gesamtes bisheriges Oeuvre. All das findet sich auch in seiner Display-Arbeit mit dem Titel „vierzehn“, die er motivisch und maltechnisch für die Fenstersituation und deren spezielle Gliederung geschaffen hat. Als Vorlage dienen fünf kleinere Gemälde im A4-Format, die Jochen Pankrath mit Öl und Acryl auf einer transparenten Folie in der Technik der Hinterglasmalerei angefertigt hat. Der Malvorgang muss hierbei rückwärts gedacht und durchgeführt werden.

“vierzehn” ist eine in fünf Einzelbilder geteilte Komposition, die mit ihrem illusionistischen Reiz den Blick anzieht und ihn sofort auf Wanderschaft schickt: Im Zentrum steht eine Landschaft, die von zwei Figuren und zwei Farbpaletten flankiert wird. Technisch virtuos nimmt Jochen Pankrath hier die Betrachterinnen und Betrachter mit auf eine Gedankenreise über das Wesen der Kunst, ihre Genres und die Möglichkeiten der Malerei. Er spielt mit der Verschränkung der verschiedenen Bildräume, mit Bild-im-Bild-Zitaten, und er hinterfragt auch sein Selbstverständnis als Maler. Wie in den meisten seiner Werke stellt Jochen Pankrath auch in der Display-Arbeit sein hohes technisches Können mit einer Spur Humor und Doppelbödigkeit zur Schau und führt mit einer größtmöglichen Freiheit den illusionistischen Charakter der Malerei vor Augen.

Zum Künstler

Ausstellungsdauer

27. April 2024 bis März 2025


Wir danken für die großzügige Unterstützung durch KochInvest und Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG sowie dem Förderkreis der kunst galerie fürth

Wir danken g.a.s. unternehmenskommunikation für die Unterstützung bei der Produktion der Papiere für Susanne Roths Arbeit “Ohne Titel” (2025, 54 Papiere übereinander liegend, Ø 104 cm).