Ältere Frau mit Brille sitzt an einem Tisch in einem Raum mit Fenster und Vorhang.

Close to you

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Joëlle Dubois (Gent/Belgien), Aneta Grzeszykowska (Warschau/Polen), Kasia Prusik-Lutz und Olaf Prusik-Lutz (Nürnberg), Olaf Unverzart (München). 

Familie kann man sich nicht aussuchen. Das gilt auch für das daran geknüpfte Gefühlsgeflecht, das ebenso elementar wie prägend ist und das sich im Laufe eines Lebens wandelt. Im Fokus der Ausstellung “Close to you” steht die künstlerische Auseinandersetzung mit den eigenen Familienmitgliedern und damit verbundenen Aspekten wie Zuneigung, Empathie, Nähe und Distanz, Anwesenheit und Abwesenheit.

Die Kunstgeschichte kennt zahlreiche bewegende Zeugnisse, bei denen sich Künstlerinnen und Künstler in Werken und Bilderzyklen mit der eigenen Familie und damit verbundenen Erfahrungen befassen. Sie lassen nie kalt, ganz gleich was der Ausgangspunkt sein mag, ob das ins Werk Gesetzte eine konkrete Situation aufgreift oder eine Stimmung vermittelt, ob über Schmerzliches, Heiteres oder Alltägliches berichtet wird.

Das trifft auch auf die in der Ausstellung “Close to you” versammelten Werke und Werkgruppen zu, in denen die beteiligten Künstlerinnen und Künstler ihren Blick auf grundlegende soziale Beziehungen richten. Auf ganz unterschiedliche Weise widmen sie sich in den gezeigten Arbeiten ihrem familiären Umfeld. Die Form des traditionellen Einzelporträts wird hierbei ebenso gewählt wie die serielle Erzählung oder das Stillleben, das stellvertretend für eine Person stehen kann. Die Grenzen zwischen Intimität und Privatheit sind fließend, wenn derart nahestehende Personen zum Gegenstand der Kunst werden. Denn die klassische Situation des “Modellstehens”, bei der professionelle Distanz gewahrt werden kann, greift nur bedingt. Das gegenseitige Vertrauen ist hierbei unabdingbar, und es führt im selben Moment zu einer Gratwanderung, die in allen Arbeiten mitschwingt.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler

Ausstellungsdauer

27. April bis 30. Juni 2024


Wir danken für die großzügige Unterstützung durch KochInvest und Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG sowie dem Förderkreis der kunst galerie fürth

Wir danken g.a.s. unternehmenskommunikation für die Unterstützung bei der Produktion der Papiere für Susanne Roths Arbeit “Ohne Titel” (2025, 54 Papiere übereinander liegend, Ø 104 cm).